BUCHER BÜRGERFORUM 25.04. Bucher Forst und NP Barnim

Das nächste Bucher Bürgerforum findet am Dienstag, 25. April um 18.00 Uhr in der Feste-Scheune auf dem Stadtgut Buch, Alt Buch 45-51 statt.

Das Thema ist die weitere Entwicklung im Bucher Forst und im Naturpark Barnim. Es geht um die Erhaltung und den Ausbau der Wander- und Radwege, um den touristischen Ausbau von Hobrechtsfelde und weiterer Ausflugsziele sowie um die Perspektive der Beweidung im Bucher Forst. Zu Gast sind Frau Petra
Bierwirth, Vorsitzende des Fördervereins Naturpark Barnim und Herr Romeo Kappl, Leiter des Forstamts Pankow. Zu Gast ist auch der Pankower Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste, Herr Vollrad Kuhn.

Können Sie sich noch erinnern, als es hieß, im Bucher Forst soll es wilde Pferde und Rinder geben. Viele hatten die erste Zeit, Angst in den Bucher Forst zu gehen. Heute sind die Tiere und die Menschen schon einander gewöhnt. Aber die Tiere bitte nicht füttern! “Die Pferde sind der absolute Renner bei den Besuchern”, erklärt Romeo Kappel, der Leiter des Forstamtes Pankow gegenüber dem “Bucher Bote” (Bucher Bote, Ausgabe April 2017, Seite 5)

Das Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben Waldweide wird durch die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde wissenschaftlich begleitet und startete im Jahr 2011.

“Hauptziel des E+E-Vorhabens Rieselfeldlandschaft Hobrechtsfelde ist die Erprobung neuer Synergien zwischen Naturschutz, Forstwirtschaft und stadtnaher Erholung durch die Entwicklung aufgeforsteter Rieselfelder zu beweideten heterogenen Waldlandschaften im Einzugsgebiet einer europäischen Metropole bei gleichzeitiger ökologischer Sanierung des Gebietes. Mittels extensiver Beweidung gilt es, einen für Deutschland neuen Landschaftstyp zu entwickeln: die halboffene Waldlandschaft – unter Berücksichtigung der besonderen Situation auf ehemaligen Rieselfeldern.” (Quelle: FH Eberswalde)

Es wäre sicherlich interessant, welche wissenschaftlichen Ergebnisse vorliegen, ob dieses Projekt weiter wissenschaftlich betreut wird und ob die Ergebnisse veröffentlicht bzw. vorgestellt werden.

Hier finden Sie ein Abschlussbericht des Projektes vom 10. 08. 2015: Abschlussbericht

Für die Verbesserung der touristischen Aktivität des Naherholungsgebietes wurden Wege befestigt, rund 200 Infoschilder, zahlreiche Wegweiser, Beobachtungsplattformen aufgestellt. Am S-Bahnhof Buch findet sich bis jetzt noch kein Hinweisschild auf die Waldschule Bucher Forst oder das Gut Hobrechtsfelde.

“Wir wollen über die Waldschule hinaus verstärkt Bildungsprojekte unterstützen”, so Romeo Kappel. Der Koordinator des Bildungsverbundes Buch, Karsten Mühle, gründete ein Runden Tisch zum Bucher Forst. An diesem treffen sich u.a. Revierförster, das Team der Waldschule, Vertreter des Forstamtes Pankow und Vertreter von Waldkindergärten. Sie beraten, wie der Bucher Forst noch besser für Bildungszwecke genutzt werden könnte.

Naturpark Barnim

Der rund 750 Quadratkilometer große Naturpark Barnim ist das einzige gemeinsame Großschutzgebiet der Länder Brandenburg und Berlin. Rund 5,4 Prozent der Fläche befinden sich in den nördlichen Berliner Stadtbezirken Pankow und Reinickendorf. Zwischen Bernau, Bad Freienwalde, Eberswalde, Liebenwalde  und Oranienburg liegt der Brandenburger Teil des Naturparks.

Vor allem die großflächigen Wälder und Forsten prägen das Landschaftsbild des Naturparks. Hinzu kommen zahlreiche Seen, Moore, fast unberührte Fließtäler und Ackersölle. Diese kleinen, oft mondrunden Gewässer sind Lebensraum für das Wappentier des Naturparks, die Rotbauchunke.

(Quelle: Barnim-Naturpark

 

Hobrechtswald

Bürgerinitiative “Pro Weidetiere”

Naturpark Barnim

Leseprobe Broschüre Rieselfeldlandschaft Hobrechtsfelde

Posted on 22. April 2017, in aktuelles vom Verein and tagged , , . Bookmark the permalink. 2 Kommentare.

  1. Hallo

    Es ist ein gutes Projekt wo viel Potenzial hinter steht. So steht Nutzen und Naherholung und Umweltbildung zusammen. Man hat auch über die Jahre viele Erfahrungen sammeln können. Im Positiven wie auch im Negativen Sinne. Es werden immer wieder neue Herausforderungen dazu kommen (Verbiss). Daher ist der regelmäßige Austausch mit Forsten, Betreiber, Pächter, Naturschutz und Naturparkverwaltung (runder Tisch) so wichtig!
    Für die Anwohner und Besucher ist das ein einmaliges Erlebnis. Tiere in Ihren Familienverbänden hautnah zu erleben. dies schafft natürlich nicht nur der Streichelzoo, der aber mit, für die ganz kleinen schon ein guter Einstieg ist. Durch die Weidetiere wird die Landschaft geprägt, wo andere seltene Wildtiere nachziehen, Kraniche lieben offene Waldlandschaften in den Mooren ist mehr und mehr die Bekassine zu sehen. Es kommen Tiere zurück, die längst nicht mehr gesehen wurden wie der See- u. Fischadler um nur einige zu benennen. Die Besucher schauen nicht nur, sondern erleben! Dies bleibt viel mehr im Gedächtnis und sensibilisiert die Menschen für die Natur. Dieses Projekt muss langfristig erhalten werden mitten vor den Toren der Großstadt Berlin.

    • Vielen Dank an den Bürgerverein von der Bürgerinitiative “Pro Weidetiere” für die Organisation der kommenden Veranstaltung! Es ist schön zu sehen, wie viele Bürger sich für die Weidelandhaltung und darüber auch für Natur- und Tierschutz interessieren.

      Wir hoffen, dass die Berliner Forsten die Gelegenheit nutzen werden ein paar Aussagen im Interview des “Bucher Boten” zu erläutern, die schlecht zusammen passen:

      – Wie kann das Zerstören der bei den Besuchern so beliebten “Herde”
      durch den Verbiss begründet werden? Denn die Zahl der Tiere war seit 7 Jahren konstant, der Nachwuchs wurde jährlich von der Fläche genommen.
      Ein Streichelzoo auf dem Gut ergänzt, aber ersetzt nicht das Potenzial für Bildung und Erholung einer möglichst freien und artgerechte Tierhaltung.

      – Wurde überhaupt versucht den Verbiss an Bäumen zu durch Schutz und Aufforstung zu kontrollieren – wie in der Begleitstudie zum Projekt gefordert? Die Reduzieren der Flächen und Zahl der Weidetiere ist zwar die “leichtere” Lösung, aber widerspricht dem Ziel der Landschaftspflege und Erhöhung des Artenreichtums durch “Offenhaltung” der Flächen.

      – Wie kann es sein, dass jahrelange Versäumnisse bei der Haltung jetzt über die plötzliche Sorge bzgl. des Tierwohls zu Lasten der Tiere gehen?
      Wieso sind wenige Kolik-Fälle (die Tiere wurden von Mitgliedern der BI gefunden und gerettet) die Basis Jung- und Muttertiere als “empfindlich”
      zu deklarieren?

      – Wurden Angebote von Besuchern zur Mithilfe angenommen, wurde vor Ort über die Weidetiere und über die Folgen von Fütterung informiert? Gibt es Führungen, pädagogische Angebote, Besucherleitung z.B. über “Geocaching”?

      – Wenn die Bedingungen für eine weitere wissenschaftliche Auswertung “konstant” gehalten werden soll, wieso dann nicht auf 2014’er Basis der Flächen und des Besatzes der letzten Studie der HNE Eberswalde? Wieso enthält die letzte Potenzialstudie schon keine Waldflächen wie den “Hutewald” bei Buch mehr?

      Lucien Weber, BI “Pro Weidetiere”
      http://pro-weidetiere.info/

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