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„BioMed Start-up Factory“ in Buch geplant

13.07.2018 / Im BiotechPark Berlin-Buch entsteht eine große BioMed Start-up Factory. Gleichzeitig soll der Campus um neue Flächen am Standort erweitert werden.

Berlin-Buch wird als eines der Zentren der Berliner Gesundheitswirtschaft gestärkt: 43,4 Millionen Euro Fördermittel wird der Senat bis 2022 für den Bau eines neuen Gründerzentrums für Biotechnologie-Unternehmen bereitstellen. Dabei handelt es sich um Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW). Mit der geplanten „BioMed Start-up Factory“ wird der BiotechPark Berlin-Buch um 10.000 Quadratmeter Labor- und Bürofläche erweitert. Insgesamt stehen dann 41.000 Quadratmeter für Unternehmen der Biotechnologie, Medizintechnik und im Bereich Digital Health zur Verfügung.

Der Campus Berlin-Buch ist seit langem ein exzellenter Wissenschaftsstandort. Sein internationales Renommee und die branchenspezifische Ausrichtung auf Biomedizin sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren des BiotechParks. Heute wird das Forschungsprofil geprägt vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) vom Experimental and Clinical Research Center (ECRC) das MDC und Charité gemeinsam betreiben, sowie vom Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH) Die Einrichtungen arbeiten eng zusammen und verbinden auf einzigartige Weise Grundlagen- und patientenorientierte Forschung auf dem Bucher Campus. Im Mittelpunkt stehen dabei die Erforschung molekularer Ursachen von Krebs-, Herzkreislauf- und neurodegenerativen Erkrankungen sowie die Systembiologie, eine interdisziplinär angelegte Grundlagenforschung zur Entwicklung neuer Medikamente, klinische Forschung und die unternehmerische Umsetzung biomedizinischer Erkenntnisse.

Die Forschungseinrichtungen und Biotechnologie-Unternehmen sind, neben den Kliniken, Schwerpunkte der Wertschöpfung am Standort. Durch die räumliche und thematische Nähe sowie eine enge Vernetzung von Forschung und Unternehmen bietet der Campus beste Voraussetzungen für Kooperationen, Technologietransfer und die Gründung von Start-ups. Jüngste Beispiele sind vielversprechende Gründungen wie Berlin Cures, OMEICOS Therapeutics oder T-Knife sowie das aktuelle Spin-off-Projekt Captain T Cell.

Diese Synergien wurden von Beginn an gefördert: Seit 1992 haben Europäische Union, Bund und Land mehr als 500 Millionen Euro in den Wissenschafts- und Biotech-Campus investiert.

Erfolgreich am Standort
1996 gegründet, gehört der BiotechPark Berlin-Buch zu den größten Biotechnologieparks in Deutschland. Von den rund 60 Unternehmen haben sich 47 auf medizinische Biotechnologie und Dienstleistungen für die Life-Science-Branche spezialisiert. Kennzeichnend ist ein hoher Innovationsgrad der Firmen, nicht wenige sind Technologieführer in ihren Bereichen. Jährlich generieren die Biotech- und Medizintechnik-Unternehmen einen Umsatz von etwa 160 Millionen Euro. Die Zahl ihrer Beschäftigten hat sich in den vergangenen 15 Jahren mehr als verdoppelt, gegenwärtig sind es rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Im Spektrum ihrer Geschäftsfelder finden sich medizintechnische Produkte, molekularbiologische Diagnostika und Therapien, präklinische pharmakologische und pharmakogenomische Tests und RNA-Technologien. Weiterhin sind zu nennen: die Suche nach pharmarelevanten Zielmolekülen, die Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln sowie Analytik und Synthese von Biomolekülen. „Insbesondere im Bereich Diagnostik setzen die Unternehmen verstärkt auf Verfahren in Richtung personalisierte Medizin. Die Klinken am Standort bieten die Voraussetzung dafür, Produkte patientennah zu entwickeln“, so Dr. Christina Quensel, Geschäftsführerin der Campus Berlin-Buch GmbH. „Zukünftig sollen auch Unternehmen im Bereich digitaler Biotechnologie unterstützt und angesiedelt werden, die auf die Entwicklung von IT-basierten Produkten in der Diagnostik und der Medizintechnik fokussieren.“

Wachstum und Flächenbedarf
Seit Ende 2015 ist die Biotechnologie-Branche durch ein beschleunigtes Wachstum gekennzeichnet, und dieser Trend ist auch auf dem Campus Buch spürbar: Die Labor- und Büroflächen im Technologiepark sind seit Anfang 2018 nahezu vollständig vermietet. Anfragen zu größeren Flächenkontingenten konnten bereits seit Ende 2016 nicht mehr bedient werden. Eine Umfrage im März dieses Jahres zeigte, dass viele Unternehmen des BiotechParks noch in diesem Jahr steigenden Umsatz erwarten. Vor allem die seit Jahren etablierten größeren Unternehmen planen, weitere Beschäftigte einzustellen und prognostizieren einen zusätzlichen Flächenbedarf, da sie sowohl Produktions- als auch Forschungskapazitäten ausbauen wollen.

Die Verfügbarkeit von Potenzialflächen zur Anmietung weiterer Flächen und zur Errichtung eigener Büro- und Laborflächen wird von den Firmen als kritisch eingeschätzt. „Wir erhalten zudem vermehrt Mietanfragen von Biotechnologie-Unternehmen aus dem Ausland. Berlin wird als attraktive Start-up- und Wirtschaftsmetropole wahrgenommen“, so Dr. Quensel. „Für Biotech-Unternehmen beziehungsweise Investoren, die Forschungs- und Produktionsgebäude sowie Laborbauten errichten wollen, bedarf es dringend zusätzlicher Flächen. Diese sollten sich in Nähe des Campus Berlin-Buch befinden, um die Synergien des Campus optimal zu nutzen.“

Für die Erweiterung des Biotechnologieparks ist die südliche Brunnengalerie vorgesehen. Im Rahmenplan Buch-Süd, der derzeit erarbeitet wird, wurden zusätzlich Flächen entlang der Autobahn identifiziert, die sich ebenfalls für eine gewerbliche Nutzung im Bereich Gesundheitswirtschaft anbieten würden. Hier könnten vorzugsweise Produktionsgebäude errichtet werden, die gleichzeitig zur Abschirmung der zu errichtenden Wohnungen von der Autobahn dienen könnten. Zur Erschließung des Areals für den Liefer- und Personenverkehr wäre eine Verlängerung der Max-Burghardt-Straße wichtig.

Gegenwärtig ist die Campus Berlin-Buch GmbH mit drei Firmen im Gespräch, die die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen zur Errichtung eigener Gebäude prüfen. „Wenn Unternehmen eigene Büro- und Laborflächen errichten, werden langfristig auch wieder Flächen für weitere wachsende Bestandsunternehmen verfügbar sein“, erklärt Dr. Christina Quensel. Die neue BioMed Start-up Factory wird voraussichtlich 2022 in Betrieb gehen. „Der internationale Campus Berlin-Buch wird künftig weiteren Start-ups in der Gesundheitswirtschaft modernste Labore und den Zugang zum Campus-Netzwerk bieten können. Damit können neue Arbeitsplätze in innovativen Branchen entstehen.“

Der Artikel erschien zuerst in der Ausgabe 2018/02 des Standortjournals buchinside

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Stärkung des Gesundheitswirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Buch

Gesagt, getan! Wir stärken den Gesundheitswirtschafts- und Wissenschaftsstandort Campus Berlin-Buch

(Pressemitteilung vom 20.06.)

Das Land Berlin wird Gesellschafter der BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch. Das Abgeordnetenhaus hat dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung des Landes Berlin an der BBB Management GmbH in Höhe von 50,1% zugestimmt. Die Beurkundung der Übernahme der Geschäftsanteile erfolgt heute.
Die BBB Management GmbH ist Betreiberin des Campus Berlin-Buch sowie des dortigen Biotechnologieparks. Der BiotechPark gehört mit seinem GründerInnenzentrum zu einem der größten in Europa, und trägt maßgeblich zu der dynamischen Entwicklung der Biotechnologie-Region Berlin-Brandenburg bei und stärkt in besonderem Maße die industrielle Gesundheitswirtschaft.

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop: „Der Zukunftsort Berlin-Buch ist ein national und international renommiertes Kompetenzzentrum für Gesundheit und Wissenschaft. Als forschungsnaher Wirtschaftsstandort ist er eines der führenden Zentren der Berliner Gesundheitswirtschaft. Wir machen mit dem Einstieg Berlins in die Betreibergesellschaft den Weg frei für die Weiterentwicklung und schaffen neue Zukunfts- und Entwicklungsperspektiven.“

Der BiotechPark entwickelt sich dynamisch. Durch eine Mehrheitsbeteiligung Berlins wird eine notwendige Voraussetzung geschaffen, damit die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe die Errichtung und den Ausbau des dringend benötigten GründerInnenzentrums mit GRW-Mitteln unterstützen kann. Damit werden ein weiteres Mal die Rahmenbedingungen für den Ausbau der GründerInnenstruktur in Berlin verbessert. Es entsteht Raum für weitere Ansiedlungen von Startups in der Gesundheitswirtschaft und neue Arbeitsplätze in innovativen Branchen können geschaffen werden.

„Wir freuen uns über dieses Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Buch. Von Beginn an hat sich die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe dafür eingesetzt, dass wir Landesgesellschaft werden. Diese Entwicklung ist für uns ein Meilenstein, da wir die Förderkulisse des Landes, des Bundes und der EU deutlich besser nutzen können“, so Dr. Christina Quensel, Geschäftsführerin der BBB.

BBB Management GmbH Campus Buch

Berlin-Buch

Helios-Klinikum Buch: Das war die LNDW

Das war unsere Lange Nacht der Wissenschaften am Helios Klinikum Berlin-Buch

Operationssäle, Hightechmedizin-Geräte und Rettungsstelle: In der Langen Nacht der Wissenschaften boten diese sonst verborgenen Orte im Helios Klinikum Berlin-Buch von 16:00 bis 23:00 Uhr für alle Besucher faszinierende Einblicke. Ärzte und medizinische Teams zeigten ihre Wirkungsbereiche im hochspezialisierten Bucher Klinikum in über 50 Programmangeboten.

  •  Von Hightechmedizin bis zur Teddyklinik
    •    Trotz hochsommerlicher Temperaturen kamen 3.500 Besucherinnen und Besucher ins Klinikum und nahmen an mehr als 50 Programmpunkten teil.

Zu den Höhepunkten zählten:

Kardio-MRT: Prof. Dr. med. Jeanette Schulz-Menger demonstriert modernste Medizintechnik, die spezielle 3D-Ansichten des Herzens ermöglicht.

Die Mitmachexperimente im Zentral-OP machten rund 600 Besucher zu Operateuren: Z.B. beim Nähkurs mit den Experten der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie.

Über 300 kuschelige Patienten wurden beim Kuscheltierröntgen durchleuchtet.

Bei der Kinderanästhesie-Führung lernten Kinder, wie Narkose funktioniert und durften in die Rolle des Anästhesieteams schlüpfen.

Erlebnis Alter: Mit dem Alterssimulationsanzug erfuhren auch die Jüngeren, wie es sich anfühlt, wenn der Körper nicht mehr so ganz mitspielt.

Beim „Blauen-Fleck-Experiment“ erlebten nicht nur Kinder, was man alles an Blutzellen untern Mikroskop erkennen kann.

„Wir machen modernste Medizin erlebbar. Die Lange Nacht der Wissenschaften ist eine einmalige Möglichkeit, die neueste Diagnostik und Therapiemöglichkeiten ganz persönlich von unseren Experten erklärt zu bekommen“, so Prof. Dr. med. Henning Baberg, Ärztlicher Direktor im Helios Klinikum Berlin-Buch.

Für ein buntes Rahmenprogramm sorgte u.a. Radio Teddy, Einrichtungen der McDonald‘s Kinderhilfe Stiftung, die Rettungshundestaffel Barnim e.V., der SV Blau Gelb Berlin Hockey e.V. und Gruppen der „Passion of Dance“ der SG Einheit Zepernick.

Bereits zum 18. Mal ist das Helios Klinikum Berlin-Buch dabei und zählt nun zu den Besuchermagneten der Langen Nacht der Wissenschaften.

(Pressemitteilung Helios-Klinikum Berlin-Buch/Birgit Gugath)

Lange Nacht der Wissenschaften am Helios-Klinikum Berlin-Buch

Helios-Klinikum Berlin-Buch

LNDW und Bucher Sommerfest

Logo Berlin-Buch

 

 

 

 

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LNDW Campus Buch

 

LNDW im Helios-Klinikum Buch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Minister aus Thailand auf dem Campus Buch

Thailands Wissenschaftsminister besucht Campus Berlin-Buch

Ideen aus der Grundlagenforschung in einem Biotech-Start-up weiterzuentwickeln, ist nicht trivial. Eine 39-köpfige Delegation um den Minister für Wissenschaft und Technologie des Königreichs Thailand informierte sich nun auf dem Campus, wie es hier gelingt.

Während des Global Bioeconomy Summits in Berlin nutzte eine Delegation um den Minister für Wissenschaft und Technologie des Königreichs Thailand, Dr. Suvit Maesincee, die Gelegenheit, um den Campus Berlin-Buch zu besuchen. Die 39 Politikerinnen und Politiker, Repräsentanten der National Science and Technology Development Agency (NSTDA), des Brüsseler Verbindungsbüros sowie Forscherinnen und Forscher wollten sich ein gelungenes Beispiel für einen Biotechnologie-Campus ansehen. Sie trafen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC), des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie (FMP), der BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch sowie auf dem Campus ansässige Firmen wie die OMEICOS Therapeutics GmbH.

Thailands Minister auf dem Campus Buch

Die Delegation um den Minister für Wissenschaft und Technologie des Königsreichs Thailand, Dr. Suvit Maesincee (Mitte) begrüßten Martin Lohse, Christina Quensel und Christian Hackenberger
Bild: David Ausserhofer / MDC

„Wir sind sehr daran interessiert, eine Partnerschaft mit Berlin zu entwickeln und von den Berliner Erfahrungen zu lernen. Eine forschungsbasierte Biotech-Industrie aufzubauen, hat auch für Thailand hohe Priorität“, sagte Minister Suvit Maesincee.

Firmen und Forschungsteams trennen nicht einmal 100 Meter

„Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Forschungsinstitutionen auf dem Campus und den Firmen war von Anfang an charakteristisch für den Campus“, sagte BBB-Geschäftsführerin Dr. Christina Quensel. „Es ist eine Ehre und ein Kompliment, dass sich unsere Gäste hier darüber informieren, wie Ideen aus der Grundlagenforschung hier ihren Weg in Start-ups finden und wie wir sie dabei unterstützen.“ Beispiele sind neben der OMEICOS Therapeutics GmbH unter anderem Captain T Cell und Tubulis Technologies. Beide Start-ups sind aus dem MDC beziehungsweise dem FMP hervorgegangen und wurden gerade ausgezeichnet.

„MDC und Biotechnologiepark trennen nicht einmal 100 Meter. Außerdem gibt es Gebäude und Technologieplattformen wie die Screening Unit, die FMP und MDC gemeinsam betreiben und nutzen. Dieser persönliche Kontakt hilft, Ideen erfolgreich weiter zu entwickeln“, sagte Professor Martin Lohse, Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Vorstand des MDC. Die bestehende Infrastruktur sei auch wichtig, um die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt nach Berlin zu locken. „Wir sind ein Teil der internationalen Scientific Community. Aus Thailand ist zum Beispiel 2017 die Herzspezialistin Dr. Suphansa Sawamiphak als Junior-Gruppenleiterin zu uns gekommen, die zuvor Postdoc in San Francisco war. Ein Mitglied meiner eigenen Arbeitsgruppe, Dr. Titiwat Sungkaworn, ist dagegen gerade an die Mahidol University in Bangkok gewechselt und wird am Aufbau eines neuen Klinik-und Forschungscampus mitwirken.“

Zu Besuch in der Screening Unit und der Biobank

Bereits Ende März war eine Delegation der Mahidol University am MDC und am Berlin Institute of Health (BIH) zu Gast, um sich zum Beispiel die Technologieplattformen zur Advanced Light Microscopy sowie Genomics anzusehen und mit verschiedenen Arbeitsgruppen ins Gespräch zu kommen. Dabei entstand die Idee für ein Visiting Program. Die Mahidol University baut gerade einen neuen Klinks- und Forschungscampus am Rande von Bangkok auf.

Die Delegation des thailändischen Wissenschaftsministers informierte sich unter anderem über den Technologietransfer und besichtigte die Biobank und die Screening Unit. „Es sind nicht zuletzt Einrichtungen wie die Screening Unit, die das Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie ausmachen“, sagte Professor Christian Hackenberger, der die Chemische Biologie am FMP leitet. „Wir haben hier ein einzigartiges Umfeld, das Forschung an der Spitze der molekularen Lebenswissenschaften ermöglicht und gleichzeitig ein großes Umsetzungspotenzial in die Biotech- und Pharmaindustrie hat.”

(Quelle: Pressemitteilung des MDC)

Global Bioeconomy Summit 2018

MDC Berlin

ERIC Status für EU-OPENSCREEN

(Pressemitteilung des FMP )

Die Gründung des europäischen Forschungsinfrastrukturkonsortiums EU-OPENSCREEN ERIC wurde im Europäischen Amtsblatt der EU offiziell bekannt gegeben. Das Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) ist am Aufbau der Infrastruktur beteiligt, die vom BMBF mit mehreren Millionen EURO maßgeblich gefördert wird, u.a. die zentrale Wirkstoffbibliothek am Standort Berlin-Buch.
EU-OPENCREEN-ERIC (European Research Infrastructure Consortium) bietet Forschern aus Europa und der Welt offenen Zugang zu einer einmalig breiten Palette an Hochtechnologien und Werkzeugen für die systematische Untersuchung (Screening) chemischer Substanzen auf ihre biologischen Wirkungen. Die Vielfalt chemischer Substanzen ist praktisch unendlich, ebenso die Vielfältigkeit ihrer Wirkungen; im Rahmen von EU-OPENSCREEN – ERIC sollen die wertvollen, über Europa verstreuten Expertisen und Ressourcen gebündelt und die gesammelten Ergebnisse und Daten zur Unterstützung der Forschung in den Biowissenschaften sowie ihre Umsetzung in Medizin und Landwirtschaft bereitgestellt werden. Damit wird für Deutschland und Europa eine kompetitive exzellente Forschung und Entwicklung auf allen Gebieten der Lebenswissenschaften sichergestellt.

EU-OPENSCREEN-ERIC wird neben Deutschland als Sitzland von Norwegen, Tschechien, Lettland, Finnland, Polen und Spanien getragen. Dänemark wird zunächst als Beobachter und 2019 als volles Mitglied teilnehmen. Sieben weitere Länder bereiten ihre Teilnahme vor. Die Gründungsmitglieder werden am 12. April 2018 auf der konstituierenden Versammlung in Berlin den zukünftigen Direktor des ERIC berufen und damit offiziell den Start der europäischen Forschungsinfrastruktur EU-OPENSCREEN ERIC mit Sitz am Campus Berlin-Buch initiieren.

24 Institute (Screening-Zentren und Chemie-Zentren) sowie ein Datenzentrum wurden in einem unabhängigen Evaluierungsprozess als Partnerinstitute von EU-OPENSCREEN ERIC in den Mitgliedsländern ausgewählt. Von deutscher Seite sind das Berliner Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP), das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig, das Max Delbrück Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin, sowie das Fraunhofer Institut für Molekulare Biologie und Angewandte Ökologie (IME) in Hamburg am Aufbau der Infrastruktur beteiligt. Das BMBF wird das EU-OPENSCREEN ERIC mit mehreren Millionen EURO maßgeblich fördern. Diese Investition wird zum einen in die zentrale Wirkstoffbibliothek am Standort Berlin-Buch fließen, zum anderen die technische Ausstattung der anderen deutschen Einrichtungen verbessern.

Mit EU-OPENSCREEN übernimmt Deutschland als Sitzland eine aktive Rolle in der Wissensgenerierung und Wissensnutzung zu chemischen Substanzen und deren biologischen Wirkungen. Deutschland leistet damit einen entscheidenden Beitrag, um Spitzenforschung in Deutschland und Europa zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Umwelt zu gewährleisten.

EU-OPENSCREEN kooperiert bereits im europäischen Cluster- Projekt CORBEL mit dreizehn der neuen Biomedical Sciences (BMS) Forschungsinfrastrukturen, um gemeinsam einen harmonisierten Zugang der Nutzer zu ihren komplementären biologischen und medizinischen Technologien, biologischen Proben und Datendiensten zu schaffen, die für die hochmoderne biomedizinische Forschung und Entwicklung erforderlich sind. Um neue Anwendungen, die von marinen Organismen abgeleitet werden, in Bereichen wie Arzneimittelentdeckung, neuartige Lebensmittel und Lebensmittelzutaten, selektive Züchtung in der Aquakultur, Biosanierung, Kosmetik und Bioenergie zu fördern, ist EU-OPENSCREEN auch Teil vom europäischen Cluster-Projekt EMBRIC. Über Europa hinaus ist EU-OPENSCREEN mit ähnlichen Konsortien in den USA und in Australien verbunden.

Eckert & Ziegler AG – ein Leuchtturm auf dem Campus Buch

Eckert & Ziegler Jahresabschluss 2017: Gewinn und Nettoliquidität auf neuen Rekordmarken, Umsatz stabil.

Berlin, 22.03.2018. Die Berliner Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG (ISIN DE0005659700), ein Spezialist für isotopentechnische Anwendungen in Medizin, Wissenschaft und Industrie, hat im Geschäftsjahr 2017 bei stabilen Umsätzen Gewinne und Nettoliquidität auf neue Rekordmarken treiben können. Der Konzerngewinn nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen stieg von 9,6 Mio. Euro um 53,9 % auf 14,7 Mio. Euro. Das Ergebnis pro Aktie erhöhte sich um 0,97 EUR/Aktie auf 2,78 EUR/Aktie. Auf die fortgeführten Geschäftsbereiche entfallen 2,19 EUR/Aktie, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um etwa 14%.

Die liquiden Mittel des Konzerns erhöhten sich zum Bilanzstichtag um 21 Mio. auf knapp 59 Mio. EUR. Da im Berichtsjahr gleichzeitig ein weitgehender Abbau der Darlehensverbindlichkeiten gelang, erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr die Nettoliquidität, also die Differenz zwischen Bargeldbeständen und Schulden, um 125% oder 31 Mio. EUR auf 56 Mio. EUR.

Einschließlich der aufgegebenen Geschäftsbereiche wurde im Berichtsjahr ein Umsatz von 144,8 Mio. Euro (Vorjahr: 138,0 Mio. Euro) erzielt. Betrachtet man nur die fortgeführten Geschäftsbereiche, wuchs der Umsatz von 119,9 Mio. Euro im Vorjahr um etwa 16% auf nunmehr 138,6 Mio. Euro. Die Akquisition der Gamma-Service Gruppe im Mai 2017 hat im Wesentlichen damit den Umsatzrückgang aus dem Verkauf der Zyklotronsparte kompensiert.

Das größte Segment Isotope Products verzeichnete entsprechend den größten Umsatzanstieg um 13,5 Mio. Euro auf 89,7 Mio. Euro. Hierzu trug die Akquisition der Firmen der Gamma-Service Gruppe im Mai 2017 mit etwa 11,3 Mio. EUR bei.

Im Segment Strahlentherapie stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Mio. Euro auf 25,9 Mio. Euro. Der Umsatz mit SagiNova® blieb aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Situation in den Zielmärkten in Südamerika und Russland weiterhin unter den Erwartungen. Durch ein gutes 4. Quartal konnte aber der Umsatz aus dem Vorjahr übertroffen werden. Insgesamt wurden im Bereich Tumorbestrahlungssysteme 0,8 Mio. Euro mehr umgesetzt als noch in 2016. Weitere 0,3 Mio. Euro Umsatzwachstum erwirtschafteten die Bereiche Seeds, Augenapplikatoren und Sonstiges.

Im Segment Radiopharma sind die Umsätze ohne aufgegebene Geschäftsbereiche von 21,8 Mio. Euro auf 26,6 Mio. Euro gestiegen, getragen insbesondere von der Nachfrage nach pharmazeutischen Radioisotopen. Die Zyklotronsparte wurde im Mai 2017 verkauft und wird entsprechend als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen und daher nicht bei der Betrachtung der Umsatzentwicklung berücksichtigt.  

Für das Geschäftsjahr 2018 wird ein steigender Umsatz auf etwa 155,0 Mio. Euro und ein EBIT von rund 18,5 Mio. Euro erwartet. Daraus sollte sich ein Konzerngewinn von etwa 11,6 Mio. Euro oder 2,20 Euro je Aktie ergeben. Die Prognosen stehen unter dem Vorbehalt eines Wechselkurses von höchstens 1,15 USD pro EUR.

Die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bilanz und die Kapitalflussrechnung des abgelaufenen Geschäftsjahres finden Sie hier: Eckert & Ziegler / Finanzberichte
Der testierte Jahresabschluss wird dort am 29.3. eingestellt sein.

Über Eckert & Ziegler.
Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG (ISIN DE0005659700), gehört mit rund 800 Mitarbeitern zu den weltweit größten Anbietern von isotopentechnischen Komponenten für Strahlentherapie und Nuklearmedizin.
Wir helfen zu heilen.

(Quelle: PM Eckert & Ziegler AG)

Eckert & Ziegler

Rückblick: MINT400

Warum Mathe einfach unverzichtbar ist

Keine medizinische Grundlagenforschung ohne Mathematik oder Chemie: Dass Interdisziplinarität in der heutigen Wissenschaft eine wichtige Rolle spielt, konnten 350 Schülerinnen und Schüler sowie 50 Lehrkräfte aus ganz Deutschland beim Forum MINT400 erfahren.

Wozu soll Mathematik im „richtigen“ Leben gut sein? Diese Frage bekommt Daniela Schneider, Lehrerin am Dientzenhofer-Gymnasium in Bamberg, während des Unterrichts öfter zu hören. Nach dem MINT400-Eröffnungsvortrag von MDC-Forscherin Professor Jana Wolf hat sie eine neue Antwort darauf: Mithilfe mathematischer Modelle lassen sich auch komplexe Signalkaskaden zellulärer Proteine darstellen. Und das ist ein wichtiger Baustein in der aktuellen Krebsforschung – für die Mathematik einfach unverzichtbar ist.

Die Schülerinnen und Schüler, die am 22. und 23. Februar ans MDC gekommen waren, dürften genau wissen, dass eine exzellente Qualifikation in den MINT-Fächern wie Mathematik oder Chemie hilfreich sein kann. MINT400 ist eine Veranstaltung des nationalen Schulnetzwerks MINT-EC, und die knapp 300 Schulen, die darin zusammengeschlossen sind, legen besonderen Wert auf eine naturwissenschaftliche Förderung. Bei der Veranstaltung, die MINT-EC gemeinsam mit dem MDC veranstaltete, erfuhren die Schülerinnen und Schüler nun mehr darüber, wie dieses Wissen sinnvoll eingesetzt werden kann.

Signalwege in Tumoren mathematisch modellieren

So wie in der aktuellen Krebsforschung, aus der Jana Wolf berichtete. Die Leiterin der MDC-Arbeitsgruppe „Mathematische Modellierung zellulärer Prozesse“ erklärte in ihrem Vortrag, warum mathematische Modelle so hilfreich sind. Die Zellen von Tumoren weisen bis zu 100 Mutationen auf, die alle Prozesse in einer Zelle – zum Beispiel Stoffwechsel, Genexpression oder Zellteilung – beeinflussen können.

MINT 400 – Impressionen vom Bildungsmarkt

Die meisten dieser Prozesse interagieren auf zahlreichen Signalwegen. „Diese Signalwege sind hoch nichtlinear, und um sie beschreiben und analysieren zu können, benötigen wir komplexe mathematische Modelle. So können wir identifizieren, an welcher Stelle genau ein bestimmter Signalweg in der Tumorzelle gestört ist“, berichtete Wolf. Dort könnte man dann mithilfe von Inhibitoren gezielt eingreifen. Zum Ende ihres Vortrags warf die Forscherin einen Blick in die Zukunft: „Wir wollen Menschen mit personalisierten Therapien helfen – damit könnte Krebs viel wirkungsvoller behandelt werden als mit der herkömmlichen Chemotherapie, bei der alle Zellen des Körpers geschädigt werden.“

Wie funktioniert eine Gen-Schere?

Bei MINT400 ging es auch um praktische Dinge wie Ausbildung und Karriere. Die Schülerinnen und Schüler hatten nach dem Eröffnungsvortrag Gelegenheit, sich auf dem Bildungsmarkt mit 28 Ausstellern, darunter Unternehmen und Universitäten, zu informieren. Input aus der aktuellen Forschung und Anwendung gab es anschließend in mehreren Fachvorträgen. MDC-Wissenschaftler Tristan Wirtz referierte über CRISPR/Cas9. Weit mehr als 100 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte wollten wissen, wie die „Gen-Schere“ funktioniert und was man damit machen kann. Tristan Wirtz arbeitet als PhD-Student in der Arbeitsgruppe von Klaus Rajewsky und nutzt die CRISPR/Cas9-Technologie täglich im Labor. Der junge Biologe interessiert sich besonders für Perforin, ein Protein, für das bei einer seltenen Bluterkrankung (FHL) ein Gendefekt vorliegt. Er schleust mittels CRISPR/Cas9 die fehlende Gensequenz an der richtigen Stelle in die DNA einer kranken Zelle ein. Der Plan: Perforin soll wieder seine ihm zugeteilte Aufgabe erledigen, nämlich den Zelltod einleiten. „Diese Bluterkrankung ist zwar selten, bietet uns aber die Gelegenheit, CRISPR/Cas9 punktgenau einzusetzen. Wir erhoffen uns daraus Erkenntnisse, die eines Tages auch dazu beitragen können, andere Krankheiten zu heilen“, sagte Tristan Wirtz.

Pressemitteilung des MDC

MINT-EC

Von Bitcoins bis zur Genomchirurgie

Pressemitteilung des MDC Nr. 3 / 19. Februar 2018 / Berlin
Wie Forschung unsere Zukunft prägt, erfahren am 22. und 23. Februar 2018 rund 350 Schülerinnen und Schüler und 50 Lehrkräfte auf der MINT400 – Das Hauptstadtforum. Dann findet in Berlin das größte Netzwerktreffen von MINT-EC in Kooperation mit dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin statt.
Wer die Nachrichten verfolgt, kommt an Begriffen wie Kryptowährung oder der für Laien nicht weniger kryptischen Abkürzung CRISPR-Cas9 kaum vorbei. Was es damit auf sich hat, können 350 Schülerinnen und Schüler und 50 Fachlehrkräfte von MINT-EC-Schulen aus ganz Deutschland am 22. und 23. Februar in Berlin diskutieren. Auf der MINT400 – Das Hauptstadtforum von MINT-EC können sie nicht nur über Bundesländergrenzen hinweg netzwerken und sich auf dem Bildungsmarkt über Studien- und Ausbildungsgänge informieren. Es gibt auch Keynotes zu Themen wie “Wie Blockchain und Cryptocurrencies Deine Welt verändern werden” oder “Mathematik in der Krebsforschung”, wissenschaftliche Fachvorträge zur Genomchirurgie sowie Tagesworkshops an über 30 Unternehmen und Forschungseinrichtungen in und um Berlin. Ihren Abschluss findet die MINT400 in der Abendveranstaltung. Dann werden die Preisträger im Internationalen Chemiewettbewerb (RACI) geehrt und die besten Beiträge im MINT-EC SchoolSlam mit British Council gekürt.
Das diesjährige Hauptstadtforum mit dem Titel “Life Science: Forschen für eine lebenswerte Zukunft” veranstalten MINT-EC – Das nationale Excellence-Schulnetzwerk und das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin gemeinsam.

„Berliner Institut für Gesundheitsforschung auf gutem Kurs“

In seiner Sitzung am 17. November hat sich der Aufsichtsrat des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH) mit den wissenschaftlichen und strukturellen Weiterentwicklungen und der Umsetzung der „BIH-Strategie 2026“ in den Monaten Juli–November befasst. Insbesondere die Fortschritte bei der Gewinnung von wissenschaftlichen Führungskräften, bei den großen Bauvorhaben sowie den Technologietransfer-Aktivitäten wurden vom Aufsichtsrat positiv bewertet.

Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung und Aufsichtsratsvorsitzender, sagte: „Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung hat in den zurückliegenden Monaten seit unserer Sitzung im Sommer wichtige Fortschritte bei der Gewinnung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gemacht. So konnte das Berliner Institut für Gesundheitsforschung gemeinsam mit der Stiftung Charité jüngst drei exzellente Wissenschaftlerinnen auf die neu etablierten Johanna Quandt-Professuren gewinnen. Die Professorinnen Il-Kang Na, Ute Scholl und Petra Ritter forschen patientenorientiert und stärken damit die Mission des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung, Innovationen in konkrete medizinische Anwendungen zum Wohle der Patientinnen und Patienten zu überführen.“

Steffen Krach, Berliner Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, äußerte sich ebenfalls zufrieden mit der Weiterentwicklung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung und betonte im Zusammenhang mit den Bauprojekten in Berlin-Mitte und auf dem Campus in Buch: „Wir freuen uns sehr, dass diese großen Bauvorhaben gut voranschreiten. Damit schafft das Berliner Institut für Gesundheitsforschung in absehbarer Zeit die notwendigen Forschungsflächen, die es für die zahlreichen translationalen Forschungsaktivitäten benötigt. Nicht zuletzt erhöhen die modernen Gebäude und die darin geschaffenen Forschungsflächen die Attraktivität des Wissenschaftsstandorts Berlin für weitere herausragende Forscherinnen und Forscher.“

Entwurf Käthe-Beutler-Haus

Aktueller Entwurf des Käthe-Beutler-Hauses.
Bild: kleyer.koblitz.letzel.freivogel.architekten Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Die zentralen Baumaßnahmen wurden initiiert, um Labor- und Büroflächen für die Forschungsgruppen bereitstellen zu können. Auf dem Campus Berlin Buch wird ein Neubau einen Teil der alten Robert-Rössle-Klinik ersetzen und Forschungsgruppen sowie klinisch Tätige zusammenführen. Insgesamt werden dort 3.036 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen. In Mitte wird in unmittelbarer Nähe zur klinischen Versorgung im ehemaligen Operations- und Intensivmedizin-Trakt der Charité ein modernes, transparentes Gebäude für die translationale Medizin gebaut. Das Ziel ist es, die innovative, patientennahe, translationale Forschung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung und die medizinische Versorgung der Charité unter einem Dach zu vereinen. Insgesamt soll mit dem Umbau eine Nutzfläche von rund 14.800 Quadratmetern entstehen. Für das Berliner Institut für Gesundheitsforschung ist eine Nutzfläche von 9.554 Quadratmetern vorgesehen.

Auch die Entwicklungen im Bereich Technologietransfer werden vom Aufsichtsrat positiv bewertet. Die im Jahr 2017 initiierten Maßnahmen zeigen Wirkung: vom Abschluss neuer strategischer Partnerschaften mit der Industrie bis zur Etablierung der „Berlin Health Innovation Digital Labs“. Die beiden Staatssekretäre betonten: „Gerade auf dem für den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Berlin so wichtigen Feld der digitalen Medizin ist es erfreulich, dass durch das Pilotprojekt ,Digital Health Accelerator‘ zunehmend klinisch tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mobilisiert werden, um digitale Geschäftsmodelle und Produkte zu entwickeln.“ Der Aufsichtsrat hat dem Vorstand empfohlen, die begonnenen Maßnahmen mit Nachdruck fortzuführen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Dr. Georg Schütte, informierte den Vorstand zudem darüber, dass eine im Juli eingesetzte Strukturkommission inzwischen ihre Arbeit aufgenommen habe und es geplant sei, dem Aufsichtsrat im Frühjahr 2018 Empfehlungen für die inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung vorzulegen.

Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung | Berlin Institute of Health (BIH) ist eine Wissenschaftseinrichtung für Translation und Präzisionsmedizin. Das BIH widmet sich neuen Ansätzen für bessere Vorhersagen und neuartigen Therapien bei progredienten Krankheiten, um Menschen Lebensqualität zurückzugeben oder sie zu erhalten. Mit translationaler Spitzenforschung und Innovationen ebnet das BIH den Weg für eine nutzenorientierte personalisierte Gesundheitsversorgung. Die Gründungsinstitutionen Charité – Universitätsmedizin Berlin und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) sind im BIH eigenständige Gliedkörperschaften.

Quelle: Pressemitteilung des Berliner Senats