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„Berliner Institut für Gesundheitsforschung auf gutem Kurs“

In seiner Sitzung am 17. November hat sich der Aufsichtsrat des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH) mit den wissenschaftlichen und strukturellen Weiterentwicklungen und der Umsetzung der „BIH-Strategie 2026“ in den Monaten Juli–November befasst. Insbesondere die Fortschritte bei der Gewinnung von wissenschaftlichen Führungskräften, bei den großen Bauvorhaben sowie den Technologietransfer-Aktivitäten wurden vom Aufsichtsrat positiv bewertet.

Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung und Aufsichtsratsvorsitzender, sagte: „Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung hat in den zurückliegenden Monaten seit unserer Sitzung im Sommer wichtige Fortschritte bei der Gewinnung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gemacht. So konnte das Berliner Institut für Gesundheitsforschung gemeinsam mit der Stiftung Charité jüngst drei exzellente Wissenschaftlerinnen auf die neu etablierten Johanna Quandt-Professuren gewinnen. Die Professorinnen Il-Kang Na, Ute Scholl und Petra Ritter forschen patientenorientiert und stärken damit die Mission des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung, Innovationen in konkrete medizinische Anwendungen zum Wohle der Patientinnen und Patienten zu überführen.“

Steffen Krach, Berliner Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, äußerte sich ebenfalls zufrieden mit der Weiterentwicklung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung und betonte im Zusammenhang mit den Bauprojekten in Berlin-Mitte und auf dem Campus in Buch: „Wir freuen uns sehr, dass diese großen Bauvorhaben gut voranschreiten. Damit schafft das Berliner Institut für Gesundheitsforschung in absehbarer Zeit die notwendigen Forschungsflächen, die es für die zahlreichen translationalen Forschungsaktivitäten benötigt. Nicht zuletzt erhöhen die modernen Gebäude und die darin geschaffenen Forschungsflächen die Attraktivität des Wissenschaftsstandorts Berlin für weitere herausragende Forscherinnen und Forscher.“

Entwurf Käthe-Beutler-Haus

Aktueller Entwurf des Käthe-Beutler-Hauses.
Bild: kleyer.koblitz.letzel.freivogel.architekten Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Die zentralen Baumaßnahmen wurden initiiert, um Labor- und Büroflächen für die Forschungsgruppen bereitstellen zu können. Auf dem Campus Berlin Buch wird ein Neubau einen Teil der alten Robert-Rössle-Klinik ersetzen und Forschungsgruppen sowie klinisch Tätige zusammenführen. Insgesamt werden dort 3.036 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen. In Mitte wird in unmittelbarer Nähe zur klinischen Versorgung im ehemaligen Operations- und Intensivmedizin-Trakt der Charité ein modernes, transparentes Gebäude für die translationale Medizin gebaut. Das Ziel ist es, die innovative, patientennahe, translationale Forschung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung und die medizinische Versorgung der Charité unter einem Dach zu vereinen. Insgesamt soll mit dem Umbau eine Nutzfläche von rund 14.800 Quadratmetern entstehen. Für das Berliner Institut für Gesundheitsforschung ist eine Nutzfläche von 9.554 Quadratmetern vorgesehen.

Auch die Entwicklungen im Bereich Technologietransfer werden vom Aufsichtsrat positiv bewertet. Die im Jahr 2017 initiierten Maßnahmen zeigen Wirkung: vom Abschluss neuer strategischer Partnerschaften mit der Industrie bis zur Etablierung der „Berlin Health Innovation Digital Labs“. Die beiden Staatssekretäre betonten: „Gerade auf dem für den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Berlin so wichtigen Feld der digitalen Medizin ist es erfreulich, dass durch das Pilotprojekt ,Digital Health Accelerator‘ zunehmend klinisch tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mobilisiert werden, um digitale Geschäftsmodelle und Produkte zu entwickeln.“ Der Aufsichtsrat hat dem Vorstand empfohlen, die begonnenen Maßnahmen mit Nachdruck fortzuführen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Dr. Georg Schütte, informierte den Vorstand zudem darüber, dass eine im Juli eingesetzte Strukturkommission inzwischen ihre Arbeit aufgenommen habe und es geplant sei, dem Aufsichtsrat im Frühjahr 2018 Empfehlungen für die inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung vorzulegen.

Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung | Berlin Institute of Health (BIH) ist eine Wissenschaftseinrichtung für Translation und Präzisionsmedizin. Das BIH widmet sich neuen Ansätzen für bessere Vorhersagen und neuartigen Therapien bei progredienten Krankheiten, um Menschen Lebensqualität zurückzugeben oder sie zu erhalten. Mit translationaler Spitzenforschung und Innovationen ebnet das BIH den Weg für eine nutzenorientierte personalisierte Gesundheitsversorgung. Die Gründungsinstitutionen Charité – Universitätsmedizin Berlin und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) sind im BIH eigenständige Gliedkörperschaften.

Quelle: Pressemitteilung des Berliner Senats

 

Wissenschaftsmuseum Campus Buch umgezogen

Vor kurzem berichtete der Campus Buch über den Umzug des Wissenschaftsmuseums. Wir freuen uns, Ihnen diesen Artikel hier zu präsentieren. Vielen Dank dem Campus Berlin-Buch dafür. Sie finden den Text hier:

BBB Management Campus Buch / News

 

Museum zur Bucher Wissenschaftsgeschichte an neuem Ort

Als das Institut für Hirnforschung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft 1930 auf dem Campus Buch seinen Betrieb aufnahm, war es das größte und modernste seiner Art. Mit Abteilungen für Anatomie, Histologie, Physiologie, Chemie und Pharmakologie, Psychologie, Genetik und einer Forschungsklinik wurde hier in Buch die Einheit von naturwissenschaftlich begründeter biomedizinischer Forschung und klinischer Medizin etabliert. Die Hirnforscher Oskar und Cecilie Vogt, der Genetiker Nikolai Wladimirovich Timoféef-Ressovsky gehören zu den prägenden Wissenschaftlern der Anfangszeit. Die Arbeiten von Timoféef-Ressovsky über strahleninduzierte Mutationen führten zu einer gemeinsamen Publikation mit den Physikern Max Delbrück und Karl Zimmer, die als Meilenstein der Entwicklung von der klassischen zur molekularen Genetik gilt. Über die Zeiten, zu denen auch ein dunkles Kapitel im Nationalsozialismus gehört, hat sich in Buch die molekularbiologische Forschung entwickelt, die noch heute den Schwerpunkt des Wissenschaftscampus bildet. Bis heute werden Grundlagen- und klinische Forschung auf einzigartige Weise verbunden.

Wiedereröffnung nach Umzug Die Geschichte der Wissenschaft auf dem Campus Buch von der Hirnforschung bis hin zu den nachfolgenden Akademie-Instituten für Medizin und Biologie der DDR ist in einem kleinen Museum zu erfahren, das vor allem wissenschaftliche Geräte, Textdokumente und Abbildungen präsentiert. Jüngst ist das Museum in neue Räumlichkeiten des Oskar- und Cecile-Vogt-Hauses, dem ersten Laborgebäude des Campus, gezogen. Im Rahmen des jährlichen Campusfirmenfestes am 7. September wurde das neue Domizil feierlich eröffnet.

„Wir freuen uns, die Exponate und Tafeln am neuen Ort viel großzügiger zeigen zu können“, erklärte Dr. Ulrich Scheller, Geschäftsführer der BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch, im Rahmen der ersten Führung. Das Museum zeigt neuerdings auch eine Büste von Max Delbrück, die der litauische Künstler Alfridas Pajuodis geschaffen hat. Anlässlich der Wiedereröffnung dankte Dr. Scheller ihm sowie dem Sponsor Dr. Alexej Uschmajew persönlich für das Geschenk.

Besucher können sich über Forschungsarbeiten und Wissenschaftler des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Hirnforschung und die Genetische Abteilung (1930 – 1945) informieren sowie über die Akademie-Institute (1947 – 1991) mit den Schwerpunkten Krebsforschung, Pharmakologie und Enzymologie sowie Biochemie und Molekularbiologie. Zu den Besonderheiten des Museums zählt der originale Arbeitsplatz von Timoféef-Ressovsky. Im so genannten genetischen Vivarium des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Hirnforschung finden sich unter anderem Sammlungen wissenschaftlicher Geräte und experimenteller Techniken vor allem histologischer Arbeiten, biochemischer und chemischer Arbeiten.

Zu sehen ist zum Beispiel eine histologische Laboreinheit mit Mikrotomen und Mikroskopen aus der Zeit von 1890 – 1950. Zudem werden zahlreiche optische Geräte für die chemische und biologische Analytik in den 50er und 60er Jahren gezeigt, wie z.B. ein lichtelektrisches Lange-Kolorimeter zur Messung der Konzentration von Substanzen in Farblösungen, ein Michelson-Aktinometer zur Spektralanalyse sowie diverse Polarimeter. Darüber hinaus bietet die Ausstellung auch Dokumente und Geräte zur Geschichte der Elektronenmikroskopie, ein Elektronenmikroskop von 1966 gehört zu den wichtigen Exponaten.

Das Museum ist künftig im Rahmen von Gruppenführungen und im Rahmen der regelmäßigen Campusführungen zu besichtigen.

Museumsbesuch:

Gruppenführungen ab 6 Personen nach Anmeldung

Einzelpersonen können im Rahmen der monatlichen Campus-Führung einen Einblick ins Museum erhalten.

Kontakt: Campus-Öffentlichkeitsarbeit Annett Krause Tel. 030 / 9489 2920

E-Mail: a.krause@bbb-berlin.de

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BBB Management GmbH / Campus Berlin-Buch

Berlin-Buch

Gründerzentrum für Berlin-Buch geplant

Berlin will sich am Campus Berlin-Buch beteiligen

Das Land Berlin will Gesellschafter der BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch werden. Der Senat befasste sich am Dienstag, 7. Februar 2017, mit einer entsprechenden Vorlage der Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe Ramona Pop. Die Senatsverwaltung für Finanzen sowie die weiteren fachlich zuständigen Senatsverwaltungen werden nun prüfen, wie sich das Land Berlin unmittelbar an der BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch als Gesellschafter beteiligen kann.

„Berlin wird sich als Gesellschafter der GmbH unmittelbar an der künftigen Strategie- und Standortentwicklung von Buch beteiligen“, sagte Ramona Pop. „Buch soll ein international wettbewerbsfähiger Zukunftsort für die Gesundheitswirtschaft und Biotechnologie bleiben. Deshalb wollen wir dort mit Landeshilfe ein Zentrum für Gründerinnen und Gründer bauen.“ Der Gesundheitsstandort werde außerdem durch den Bau von Wohnungen und eine bessere Anbindung eine höhere Attraktivität erhalten.

Bislang ist Berlin nicht an der Gesellschaft beteiligt und hat damit auch keine Befugnisse in der Gesellschafterversammlung. Der Einfluss des Landes beschränkt sich derzeit auf die Rechte der von ihm entsandten Mitglieder des Aufsichtsrates. Operative Entscheidungen fallen aber in der Gesellschafterversammlung.

  • Die Beteiligung an der BBB Management GmbH ist Teil des 100-Tage-Programms des Berliner Senats.

(Quelle: Pressemitteilung der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft)