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Minister aus Thailand auf dem Campus Buch

Thailands Wissenschaftsminister besucht Campus Berlin-Buch

Ideen aus der Grundlagenforschung in einem Biotech-Start-up weiterzuentwickeln, ist nicht trivial. Eine 39-köpfige Delegation um den Minister für Wissenschaft und Technologie des Königreichs Thailand informierte sich nun auf dem Campus, wie es hier gelingt.

Während des Global Bioeconomy Summits in Berlin nutzte eine Delegation um den Minister für Wissenschaft und Technologie des Königreichs Thailand, Dr. Suvit Maesincee, die Gelegenheit, um den Campus Berlin-Buch zu besuchen. Die 39 Politikerinnen und Politiker, Repräsentanten der National Science and Technology Development Agency (NSTDA), des Brüsseler Verbindungsbüros sowie Forscherinnen und Forscher wollten sich ein gelungenes Beispiel für einen Biotechnologie-Campus ansehen. Sie trafen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC), des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie (FMP), der BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch sowie auf dem Campus ansässige Firmen wie die OMEICOS Therapeutics GmbH.

Thailands Minister auf dem Campus Buch

Die Delegation um den Minister für Wissenschaft und Technologie des Königsreichs Thailand, Dr. Suvit Maesincee (Mitte) begrüßten Martin Lohse, Christina Quensel und Christian Hackenberger
Bild: David Ausserhofer / MDC

„Wir sind sehr daran interessiert, eine Partnerschaft mit Berlin zu entwickeln und von den Berliner Erfahrungen zu lernen. Eine forschungsbasierte Biotech-Industrie aufzubauen, hat auch für Thailand hohe Priorität“, sagte Minister Suvit Maesincee.

Firmen und Forschungsteams trennen nicht einmal 100 Meter

„Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Forschungsinstitutionen auf dem Campus und den Firmen war von Anfang an charakteristisch für den Campus“, sagte BBB-Geschäftsführerin Dr. Christina Quensel. „Es ist eine Ehre und ein Kompliment, dass sich unsere Gäste hier darüber informieren, wie Ideen aus der Grundlagenforschung hier ihren Weg in Start-ups finden und wie wir sie dabei unterstützen.“ Beispiele sind neben der OMEICOS Therapeutics GmbH unter anderem Captain T Cell und Tubulis Technologies. Beide Start-ups sind aus dem MDC beziehungsweise dem FMP hervorgegangen und wurden gerade ausgezeichnet.

„MDC und Biotechnologiepark trennen nicht einmal 100 Meter. Außerdem gibt es Gebäude und Technologieplattformen wie die Screening Unit, die FMP und MDC gemeinsam betreiben und nutzen. Dieser persönliche Kontakt hilft, Ideen erfolgreich weiter zu entwickeln“, sagte Professor Martin Lohse, Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Vorstand des MDC. Die bestehende Infrastruktur sei auch wichtig, um die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt nach Berlin zu locken. „Wir sind ein Teil der internationalen Scientific Community. Aus Thailand ist zum Beispiel 2017 die Herzspezialistin Dr. Suphansa Sawamiphak als Junior-Gruppenleiterin zu uns gekommen, die zuvor Postdoc in San Francisco war. Ein Mitglied meiner eigenen Arbeitsgruppe, Dr. Titiwat Sungkaworn, ist dagegen gerade an die Mahidol University in Bangkok gewechselt und wird am Aufbau eines neuen Klinik-und Forschungscampus mitwirken.“

Zu Besuch in der Screening Unit und der Biobank

Bereits Ende März war eine Delegation der Mahidol University am MDC und am Berlin Institute of Health (BIH) zu Gast, um sich zum Beispiel die Technologieplattformen zur Advanced Light Microscopy sowie Genomics anzusehen und mit verschiedenen Arbeitsgruppen ins Gespräch zu kommen. Dabei entstand die Idee für ein Visiting Program. Die Mahidol University baut gerade einen neuen Klinks- und Forschungscampus am Rande von Bangkok auf.

Die Delegation des thailändischen Wissenschaftsministers informierte sich unter anderem über den Technologietransfer und besichtigte die Biobank und die Screening Unit. „Es sind nicht zuletzt Einrichtungen wie die Screening Unit, die das Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie ausmachen“, sagte Professor Christian Hackenberger, der die Chemische Biologie am FMP leitet. „Wir haben hier ein einzigartiges Umfeld, das Forschung an der Spitze der molekularen Lebenswissenschaften ermöglicht und gleichzeitig ein großes Umsetzungspotenzial in die Biotech- und Pharmaindustrie hat.”

(Quelle: Pressemitteilung des MDC)

Global Bioeconomy Summit 2018

MDC Berlin

ERIC Status für EU-OPENSCREEN

(Pressemitteilung des FMP )

Die Gründung des europäischen Forschungsinfrastrukturkonsortiums EU-OPENSCREEN ERIC wurde im Europäischen Amtsblatt der EU offiziell bekannt gegeben. Das Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) ist am Aufbau der Infrastruktur beteiligt, die vom BMBF mit mehreren Millionen EURO maßgeblich gefördert wird, u.a. die zentrale Wirkstoffbibliothek am Standort Berlin-Buch.
EU-OPENCREEN-ERIC (European Research Infrastructure Consortium) bietet Forschern aus Europa und der Welt offenen Zugang zu einer einmalig breiten Palette an Hochtechnologien und Werkzeugen für die systematische Untersuchung (Screening) chemischer Substanzen auf ihre biologischen Wirkungen. Die Vielfalt chemischer Substanzen ist praktisch unendlich, ebenso die Vielfältigkeit ihrer Wirkungen; im Rahmen von EU-OPENSCREEN – ERIC sollen die wertvollen, über Europa verstreuten Expertisen und Ressourcen gebündelt und die gesammelten Ergebnisse und Daten zur Unterstützung der Forschung in den Biowissenschaften sowie ihre Umsetzung in Medizin und Landwirtschaft bereitgestellt werden. Damit wird für Deutschland und Europa eine kompetitive exzellente Forschung und Entwicklung auf allen Gebieten der Lebenswissenschaften sichergestellt.

EU-OPENSCREEN-ERIC wird neben Deutschland als Sitzland von Norwegen, Tschechien, Lettland, Finnland, Polen und Spanien getragen. Dänemark wird zunächst als Beobachter und 2019 als volles Mitglied teilnehmen. Sieben weitere Länder bereiten ihre Teilnahme vor. Die Gründungsmitglieder werden am 12. April 2018 auf der konstituierenden Versammlung in Berlin den zukünftigen Direktor des ERIC berufen und damit offiziell den Start der europäischen Forschungsinfrastruktur EU-OPENSCREEN ERIC mit Sitz am Campus Berlin-Buch initiieren.

24 Institute (Screening-Zentren und Chemie-Zentren) sowie ein Datenzentrum wurden in einem unabhängigen Evaluierungsprozess als Partnerinstitute von EU-OPENSCREEN ERIC in den Mitgliedsländern ausgewählt. Von deutscher Seite sind das Berliner Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP), das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig, das Max Delbrück Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin, sowie das Fraunhofer Institut für Molekulare Biologie und Angewandte Ökologie (IME) in Hamburg am Aufbau der Infrastruktur beteiligt. Das BMBF wird das EU-OPENSCREEN ERIC mit mehreren Millionen EURO maßgeblich fördern. Diese Investition wird zum einen in die zentrale Wirkstoffbibliothek am Standort Berlin-Buch fließen, zum anderen die technische Ausstattung der anderen deutschen Einrichtungen verbessern.

Mit EU-OPENSCREEN übernimmt Deutschland als Sitzland eine aktive Rolle in der Wissensgenerierung und Wissensnutzung zu chemischen Substanzen und deren biologischen Wirkungen. Deutschland leistet damit einen entscheidenden Beitrag, um Spitzenforschung in Deutschland und Europa zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Umwelt zu gewährleisten.

EU-OPENSCREEN kooperiert bereits im europäischen Cluster- Projekt CORBEL mit dreizehn der neuen Biomedical Sciences (BMS) Forschungsinfrastrukturen, um gemeinsam einen harmonisierten Zugang der Nutzer zu ihren komplementären biologischen und medizinischen Technologien, biologischen Proben und Datendiensten zu schaffen, die für die hochmoderne biomedizinische Forschung und Entwicklung erforderlich sind. Um neue Anwendungen, die von marinen Organismen abgeleitet werden, in Bereichen wie Arzneimittelentdeckung, neuartige Lebensmittel und Lebensmittelzutaten, selektive Züchtung in der Aquakultur, Biosanierung, Kosmetik und Bioenergie zu fördern, ist EU-OPENSCREEN auch Teil vom europäischen Cluster-Projekt EMBRIC. Über Europa hinaus ist EU-OPENSCREEN mit ähnlichen Konsortien in den USA und in Australien verbunden.

Rückblick: MINT400

Warum Mathe einfach unverzichtbar ist

Keine medizinische Grundlagenforschung ohne Mathematik oder Chemie: Dass Interdisziplinarität in der heutigen Wissenschaft eine wichtige Rolle spielt, konnten 350 Schülerinnen und Schüler sowie 50 Lehrkräfte aus ganz Deutschland beim Forum MINT400 erfahren.

Wozu soll Mathematik im „richtigen“ Leben gut sein? Diese Frage bekommt Daniela Schneider, Lehrerin am Dientzenhofer-Gymnasium in Bamberg, während des Unterrichts öfter zu hören. Nach dem MINT400-Eröffnungsvortrag von MDC-Forscherin Professor Jana Wolf hat sie eine neue Antwort darauf: Mithilfe mathematischer Modelle lassen sich auch komplexe Signalkaskaden zellulärer Proteine darstellen. Und das ist ein wichtiger Baustein in der aktuellen Krebsforschung – für die Mathematik einfach unverzichtbar ist.

Die Schülerinnen und Schüler, die am 22. und 23. Februar ans MDC gekommen waren, dürften genau wissen, dass eine exzellente Qualifikation in den MINT-Fächern wie Mathematik oder Chemie hilfreich sein kann. MINT400 ist eine Veranstaltung des nationalen Schulnetzwerks MINT-EC, und die knapp 300 Schulen, die darin zusammengeschlossen sind, legen besonderen Wert auf eine naturwissenschaftliche Förderung. Bei der Veranstaltung, die MINT-EC gemeinsam mit dem MDC veranstaltete, erfuhren die Schülerinnen und Schüler nun mehr darüber, wie dieses Wissen sinnvoll eingesetzt werden kann.

Signalwege in Tumoren mathematisch modellieren

So wie in der aktuellen Krebsforschung, aus der Jana Wolf berichtete. Die Leiterin der MDC-Arbeitsgruppe „Mathematische Modellierung zellulärer Prozesse“ erklärte in ihrem Vortrag, warum mathematische Modelle so hilfreich sind. Die Zellen von Tumoren weisen bis zu 100 Mutationen auf, die alle Prozesse in einer Zelle – zum Beispiel Stoffwechsel, Genexpression oder Zellteilung – beeinflussen können.

MINT 400 – Impressionen vom Bildungsmarkt

Die meisten dieser Prozesse interagieren auf zahlreichen Signalwegen. „Diese Signalwege sind hoch nichtlinear, und um sie beschreiben und analysieren zu können, benötigen wir komplexe mathematische Modelle. So können wir identifizieren, an welcher Stelle genau ein bestimmter Signalweg in der Tumorzelle gestört ist“, berichtete Wolf. Dort könnte man dann mithilfe von Inhibitoren gezielt eingreifen. Zum Ende ihres Vortrags warf die Forscherin einen Blick in die Zukunft: „Wir wollen Menschen mit personalisierten Therapien helfen – damit könnte Krebs viel wirkungsvoller behandelt werden als mit der herkömmlichen Chemotherapie, bei der alle Zellen des Körpers geschädigt werden.“

Wie funktioniert eine Gen-Schere?

Bei MINT400 ging es auch um praktische Dinge wie Ausbildung und Karriere. Die Schülerinnen und Schüler hatten nach dem Eröffnungsvortrag Gelegenheit, sich auf dem Bildungsmarkt mit 28 Ausstellern, darunter Unternehmen und Universitäten, zu informieren. Input aus der aktuellen Forschung und Anwendung gab es anschließend in mehreren Fachvorträgen. MDC-Wissenschaftler Tristan Wirtz referierte über CRISPR/Cas9. Weit mehr als 100 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte wollten wissen, wie die „Gen-Schere“ funktioniert und was man damit machen kann. Tristan Wirtz arbeitet als PhD-Student in der Arbeitsgruppe von Klaus Rajewsky und nutzt die CRISPR/Cas9-Technologie täglich im Labor. Der junge Biologe interessiert sich besonders für Perforin, ein Protein, für das bei einer seltenen Bluterkrankung (FHL) ein Gendefekt vorliegt. Er schleust mittels CRISPR/Cas9 die fehlende Gensequenz an der richtigen Stelle in die DNA einer kranken Zelle ein. Der Plan: Perforin soll wieder seine ihm zugeteilte Aufgabe erledigen, nämlich den Zelltod einleiten. „Diese Bluterkrankung ist zwar selten, bietet uns aber die Gelegenheit, CRISPR/Cas9 punktgenau einzusetzen. Wir erhoffen uns daraus Erkenntnisse, die eines Tages auch dazu beitragen können, andere Krankheiten zu heilen“, sagte Tristan Wirtz.

Pressemitteilung des MDC

MINT-EC

Von Bitcoins bis zur Genomchirurgie

Pressemitteilung des MDC Nr. 3 / 19. Februar 2018 / Berlin
Wie Forschung unsere Zukunft prägt, erfahren am 22. und 23. Februar 2018 rund 350 Schülerinnen und Schüler und 50 Lehrkräfte auf der MINT400 – Das Hauptstadtforum. Dann findet in Berlin das größte Netzwerktreffen von MINT-EC in Kooperation mit dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin statt.
Wer die Nachrichten verfolgt, kommt an Begriffen wie Kryptowährung oder der für Laien nicht weniger kryptischen Abkürzung CRISPR-Cas9 kaum vorbei. Was es damit auf sich hat, können 350 Schülerinnen und Schüler und 50 Fachlehrkräfte von MINT-EC-Schulen aus ganz Deutschland am 22. und 23. Februar in Berlin diskutieren. Auf der MINT400 – Das Hauptstadtforum von MINT-EC können sie nicht nur über Bundesländergrenzen hinweg netzwerken und sich auf dem Bildungsmarkt über Studien- und Ausbildungsgänge informieren. Es gibt auch Keynotes zu Themen wie “Wie Blockchain und Cryptocurrencies Deine Welt verändern werden” oder “Mathematik in der Krebsforschung”, wissenschaftliche Fachvorträge zur Genomchirurgie sowie Tagesworkshops an über 30 Unternehmen und Forschungseinrichtungen in und um Berlin. Ihren Abschluss findet die MINT400 in der Abendveranstaltung. Dann werden die Preisträger im Internationalen Chemiewettbewerb (RACI) geehrt und die besten Beiträge im MINT-EC SchoolSlam mit British Council gekürt.
Das diesjährige Hauptstadtforum mit dem Titel “Life Science: Forschen für eine lebenswerte Zukunft” veranstalten MINT-EC – Das nationale Excellence-Schulnetzwerk und das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin gemeinsam.

Jubiläen auf dem Campus Buch

Seit seiner Gründung im Jahr 1995 entwickelt sich der BiotechPark Berlin-Buch hervorragend: Die Zahl der Unternehmen hat sich in den vergangenen 15 Jahren nahezu verdoppelt. Von den 63 Firmen sind 47 Biotechnologie- und Medizintechnikunternehmen. Zwei der Big Player feiern in diesem Jahr Jubiläum: Die Experimentelle Pharmakologie & Onkologie Berlin-Buch GmbH (EPO) ein Spin-off des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC), besteht seit 20 Jahren; die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG (EZAG) begann ihre Erfolgsgeschichte vor 25 Jahren. Weiterlesen auf HealthCapital.de Hier bitte weiterlesen

Healthcapital

Campus Buch / Plan

Berlin-Buch im Wandel

Berlin-Buch verändert sich täglich. Vor einiger Zeit informierten wir Sie an dieser Stelle über einige Projekte in Buch. Wir möchten Sie aktuell informieren. Wie schnell sich ein Haus in Buch wandeln kann, sehen Sie am Beispiel in der Franz-Schmidt-Strasse.

Wohnhaus Franz-Schmidt-Strasse

Franz-Schmidt-Strasse

Der Jugendspielplatz an der Theodor-Brugsch-Strasse wurde übergeben und die neue Kita für das Helios-Klinikum am Lindenberger Weg nimmt Gestalt an. In der Karower Chaussee werden weitere Häuser saniert und modernisiert.

Sanierung Karower Chaussee

Karower Chaussee

Hier empfehlen wir Ihnen den Abschlussbericht der HOWOGE zur Sanierung in Buch:

Download (PDF, 5.2MB)

Auch auf dem Campus Buch wird gebaut. Der Eingang Lindenberger Weg wird sich in den nächsten Jahren stark verändern. Hier baut das Berliner Institut für Gesundheitsforschung zusammen mit dem Max-Delbrück-Centrum ein neues Gebäude. Das Haus am Lindenberger Weg 80 wird den Namen der 1935 vertriebenen Berliner Kinderärztin Käthe Beutler tragen.

Bauarbeiten Campus Buch/Lindenberger Weg 80

Entwurf Käthe-Beutler-Haus

Aktueller Entwurf des Käthe-Beutler-Hauses.
Bild: kleyer.koblitz.letzel.freivogel.architekten Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Die Bauarbeiten an der Wiltbergstrasse gehen voran, wenn auch für viele zu langsam. Wenn diese abgeschlossen sind, soll auch die Schlossparkpassage erweitert werden. In die ehemalige Rossmann-Filiale wird eine DEPOT – Meine Welt-Filiale einziehen.

DEPOT Meine Welt

Die Bauarbeiten an der Flüchtlingsunterkunft im Lindenberger Weg gehen zügig voran. In der Flüchtlingsunterkunft in der Wolfgang-Heinz-Strasse sind die ersten Bewohner eingezogen.

Stephanus-Stiftung / Flüchtlingsunterkunft W.-Heinz-Strasse

Das Umfeld braucht aber dringend einen Herbstputz. Deshalb lädt der Bucher Bürgerverein am Samstag, den 14. Oktober von 14:30 bis 17:00 Uhr zu einem freiwilligen Arbeitseinsatz ein. Treffpunkt ist die Skaterbahn (alte Industriebahn).

Herbstputz

Auch in Alt-Buch wurden wir fündig. Hier soll ein neues Seniorenwohnheim entstehen.

Neues Seniorenwohnheim geplant

Es sollen nur einige Beispiele sein, wie schnell sich Buch verändert. In den nächsten Monaten werden wir Sie sicher auf andere, interessante Projekte hinweisen können.

Forschung in Schulen und Schülerlabore

„Lab2Venture“ geht in Berlin in die dritte Runde. Das Gläserne Labor ist dabei

Das praxisorientierte Bildungsprogramm Lab2Venture ist im Juli in Berlin erneut gestartet. Es unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, naturwissenschaftliche, wirtschaftliche und unternehmerische Kompetenzen zu erlangen. An dem einjährigen Vorhaben beteiligen sich das Gläserne Labor, das NatLab der Freien Universität Berlin und das Schülerforschungszentrum Berlin e.V. Gefördert wird das Programm vom Berliner helfen e.V., einer Initiative der Berliner Morgenpost.

Im Rahmen von Lab2Venture arbeiten Schulen, Schülerlabore und Partner aus der Wirtschaft oder Forschung gemeinsam an einem „realen“ Projekt. Den Auftrag dafür vergeben Wirtschafts- oder Forschungspartner. Gearbeitet und geforscht wird in der Schule und in Schülerlaboren.
Das Gläserne Labor beteiligt sich mit drei Projekten: „Ein Team des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums wird anschauliches und vermarktungsfähiges Unterrichtsmaterial zum Thema „CRISPR/Cas“ erarbeiten, einem neuen Verfahren, um DNA-Bausteine im Erbgut präzise zu verändern.“, so Claudia Jacob, Teamleiterin im Gläsernen Labor.

Die Firma Lipidomix ist Auftraggeber für ein Team von Zehntklässlern des Robert-Havemann-Gymnasiums. Sie sollen einen geeigneten Protein-Nachweis für ein neues Photometer bestimmen und ein Standardprotokoll für den Ablauf des Nachweises unter GMP-Bedingungen erstellen.

„Beim dritten Projekt arbeiten wir mit der Bucher Montessori-Schule zusammen. Die Jugendlichen werden sich mit der Forschung des Max-Delbrück-Centrums beschäftigen und diese künstlerisch interpretieren. Die entstehenden Werke wollen wir ausstellen“, so Claudia Jacob. „Im Team zu Lösungen zu kommen, Verantwortung zu übernehmen, Fristen einzuhalten – all diese Kompetenzen sind wichtig für unternehmerisches Denken und Handeln. Vielleicht können wir sogar Impulse für eine berufliche Orientierung geben.“

(Quelle: News / Campus Buch)

111. Geburtstag Max Delbrück – Benefizkonzert und Festvortrag

Das Max-Delbrück-Centrum lädt am 4. September 2017 auf den Campus Berlin-Buch ein
Am 4. September 1906 wurde der Biophysiker Max Delbrück in Berlin geboren. Hier hat er gelebt und geforscht – bis zu seiner Übersiedlung in die USA im Jahr 1938. Auf dem Campus Berlin-Buch legte der junge Wissenschaftler zusammen mit dem russischen Forscher Nikolai Timofeeff-Ressovsky und dem Physiker Karl-Günther Zimmer die theoretischen Grundlagen für die Molekulargenetik. Delbrücks Lebenswerk, das er in den USA vollendete, war die Mitbegründung dieses Fachs. Für seine maßgeblichen Experimente wurde er 1969 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Heute trägt das international renommierte Zentrum für Molekulare Medizin auf dem Campus Berlin-Buch seinen Namen.
Max Delbrück 1960 in den USA
Am 4. September 2017, dem 111. Geburtstag seines Namenspatrons, laden das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und sein Freundeskreis zu einem Benefizkonzert ein. Im Kommunikationszentrum des MDC spielt das Kammerensemble Berlin unter dem Dirigenten Antoine Rebstein Werke von Tschaikowski, Mozart und Grieg. Sie begleiten die herausragenden jungen Solistinnen Elisabeth Kogan (Cello) und Tabea Antonia Streicher (Klavier).
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Das Konzert im MDC beginnt um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei; Spenden sind willkommen. Sie unterstützen den Wiederaufbau des Turms der barocken Schlosskirche in Berlin-Buch und die Arbeit des Freundeskreises des MDC.
 
Festvortrag erinnert an Max Delbrück und Nikolai Timofeeff-Ressovsky und die Zeit von 1935 bis 1945
Welche wissenschaftlichen Spuren haben Max Delbrück und Nikolai Timofeeff-Ressovsky auf dem Campus Berlin-Buch und in der Wissenschaft hinterlassen? Die Jahre 1935 bis 1945 waren von Rassismus, Verfolgung und Krieg, aber auch von naturwissenschaftlichem Aufbruch geprägt. Seinen Festvortrag (in englischer Sprache) widmet Professor Nikolaus Rajewsky, Koordinator des Berliner Instituts für Medizinische Systembiologie am MDC, dieser Dekade und der fruchtbaren Zusammenarbeit von Max Delbrück und insbesondere Nikolai Timofeeff-Ressovsky in Buch. Der russische Genetiker Timofeeff-Ressovsky arbeitete von 1925 bis 1945 am damaligen Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung auf dem Campus Berlin-Buch. Als Wissenschaftler und Mensch musste er schwer unter den Repressionen der politischen Systeme leiden. Heute erinnern an ihn auf dem Campus ein nach ihm benanntes Laborgebäude und eine Gedenktafel.

Bundesweit größte Gesundheitsstudie NAKO in Berlin: 3.000. Studienteilnehmerin im MRT

Die Hälfte ist geschafft. Ute Radeklau aus Berlin ist die 3000. Studienteilnehmerin, die am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) im Rahmen der größten deutschen Gesundheitsstudie NAKO in der „Berlin Ultrahigh Field Facility“ untersucht wurde. In gut einer Stunde wurden bei ihr tausende Bilder im MRT gemacht. NAKO läuft seit 2014 – für 27 weitere Jahre. Durch die Erhebung von Gesundheitsdaten und Risikofaktoren bei bundesweit rund 200.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern soll die Prävention, Früherkennung und Therapie von Volkskrankheiten wie Krebs, Herzkreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Demenz verbessert werden.

Das Berliner MRT-Gerät ist praktisch immer ausgelastet – fünf Tage die Woche, und das seit fast drei Jahren. Etwa 6.500 Schnittbilder werden pro Teilnehmer in der Röhre aufgezeichnet. Ziel ist es, bei insgesamt 6.000 Personen aus Berlin und Umland eine Ganzkörperuntersuchung im Magnetresonanztomograph (MRT) durchzuführen. Das MRT-Studienzentrum am MDC arbeitet mit den drei Berliner NAKO-Studienzentren (Berlin-Nord, Berlin-Mitte und Berlin-Süd) zusammen.

Im MRT werden mit Radiowellen und einem starken Magnetfeld hochpräzise Bilder erzeugt; eine Strahlenbelastung gibt es dadurch nicht. Kopf und Gehirn, Wirbelsäule, Herz, Brustkorb, Bauch und Becken werden im Ganzkörper-MRT schichtweise abgebildet und die verschiedenen Gewebe hochauflösend dargestellt. Die bundesweit fünf NAKO-MRT-Zentren setzen exakt die gleichen 3,0-Tesla-MRT-Geräte ein und liefern somit vergleichbare Bilder und Daten. Die Studienuntersuchungen sollen Untersuchungen, die medizinisch erforderlich sind, nicht ersetzen. Fallen bei der Auswertung der Bilder „abklärungsbedürftige Zufallsergebnisse“ auf, so werden diese weiterverfolgt.

„MRT-Daten sind eine wertvolle Ergänzung der Gesundheitsdaten“
Aus wissenschaftlicher Sicht sind die MRT-Daten eine wertvolle Ergänzung der anderen in der NAKO erhobenen Gesundheitsdaten. „Wir können später untersuchen, ob MRT-Ergebnisse, deren gesundheitliche Relevanz wir heute noch nicht einschätzen können, mit dem Auftreten von Krankheiten verbunden sind,“ sagt Prof. Tobias Pischon, der das Studienzentrum Berlin-Nord der NAKO am MDC leitet.

An der NAKO teilnehmen können nur Personen, die zufällig ausgewählt und per Post eingeladen wurden. Prof. Thoralf Niendorf, Leiter der „Berlin Ultrahigh Field Facility“ und Projektleiter Bildgebung im NAKO-MRT-Zentrum Berlin im MDC, bedankt sich für die hohe Bereitschaft der angeschriebenen Personen teilzunehmen: „Das Projekt verläuft reibungslos und wir freuen uns sehr, dass Probandinnen und Probanden wie Frau Radeklau so engagiert mitwirken. Die 3.000 Teilnehmer leisten einen überaus wichtigen Beitrag für die Gesundheitsforschung in Berlin, Brandenburg und Deutschland.“

Die NAKO-Gesundheitsstudie
Ziel der NAKO-Gesundheitsstudie ist die Verbesserung der Prävention, Früherkennung und Therapie von Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes und Demenz. Bundesweit werden für die Studie 200.000 Menschen im Alter von 20 bis 69 Jahren untersucht und nach ihren Lebensgewohnheiten befragt. Zusätzlich werden biologische Proben gewonnen und für Forschungsprojekte getrennt von den Personendaten unter einer Kennnummer aufbewahrt. Die Teilnehmenden werden dann 20 bis 30 Jahre beobachtet, um auf diese Weise Risikofaktoren zu identifizieren.“

Wer kann an der NAKO Studie teilnehmen?
An der Studie kann nur teilnehmen, wer ein Einladungsschreiben von einem der 18 NAKO-Studienzentren erhält. Die Auswahl erfolgt nach dem Zufallsprinzip aus den Einwohnermelderegistern. Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig und kann jederzeit zurückgezogen werden. Die Studie wird in den ersten zehn Jahren mit 210 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesforschungsministeriums, der Länder und der Helmholtz-Gemeinschaft finanziert. Initiiert haben die NAKO die Helmholtz-Gemeinschaft, Universitäten, die Leibniz-Gemeinschaft sowie Einrichtungen der Ressortforschung.

(Quelle: PM MDC Berlin)

Vielen Dank für die Bereitstellung des Artikels für unsere Webseite

MDC Berlin

 

Festakt 25 Jahre Eckert & Ziegler

Berlin, 11.07.2017.

Am 13. März 1992 wurde aus der Konkursmasse eines DDR-Instituts die Berlin-Brandenburgische Isotopentechnik GmbH (BEBIG) gegründet. Aus dem Kleinunternehmen mit zwei Angestellten ist über die Jahre die Keimzelle eines börsennotierten Weltmarktführers für Strahlen- und Medizintechnik geworden, der im letzten Jahr knapp 700 Mitarbeiter beschäftigte und rund 140 Mio. EUR umsetzte. In Berlin ist insbesondere die Medizintechnik des Konzerns beheimatet. Von den Krebsmedikamenten und Medizinprodukten aus Buch profitieren jährlich etwa 240.000 Patienten.

Mit einem Festakt, an dem der Regierende Bürgermeister von Berlin und rund 300 Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie Mitarbeiter teilnehmen, feiert Eckert & Ziegler am 11. Juli 2017 die 25-jährige Erfolgsgeschichte.

11.07.2017, Berlin, 25 jähriges Bestehen der Firma Eckert & Ziegler AG Strahlenmedizin, Gesundheit, Unternehmen, Campus Buch
im Foto
©Wolf Lux

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin:
„Unternehmen wie Eckert & Ziegler haben wir es zu verdanken, dass die Region Berlin-Brandenburg heute international zu den führenden Standorten für Life Sciences, Gesundheitswirtschaft und Gesundheitsversorgung gehört. Im Gründungsjahr der Firma, 1992, zwei Jahre nach der Wiedervereinigung, lag die Industrie in beiden Teilen Berlins am Boden. Aus den veralteten Laboren und leer stehenden Büros von damals haben Andreas Eckert und Jürgen Ziegler eine innovative, international wettbewerbsfähige Industrie mit hunderten Arbeitsplätzen aufgebaut – ein Zugpferd für das Cluster HealthCapital Berlin-Brandenburg und für den Campus in Buch. Ich wünsche dem Unternehmen Eckert & Ziegler auch für die nächsten 25 Jahre alles Gute und besonders den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stets die Gewissheit, dass ihre Arbeitsplätze hier in Berlin eine sichere Zukunft haben.“

Dr. Andreas Eckert, Vorstandsvorsitzender der Eckert & Ziegler AG:
„In den vergangenen 25 Jahren haben wir uns zu einer der größten konzernunabhängigen Neugründungen Berlins im Bereich der produzierenden Gesundheitswirtschaft entwickelt. Die Erfolgsgeschichte zeigt: der industrielle Kuchen ist durchaus noch nicht verteilt. Man kann in Deutschland auch in klassischen Branchen groß werden, sofern man eine motivierte Mannschaft, den Zugang zum Kapitalmarkt und eine globale Orientierung mitbringt. Im Namen von Vorstand und Aufsichtsrat danke ich allen, die bei diesem Aufbau in den letzten Dekaden geholfen haben.“

Über Eckert & Ziegler:
Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG (ISIN DE0005659700), gehört mit rund 760 Mitarbeitern zu den weltweit größten Anbietern von isotopentechnischen Komponenten für Strahlentherapie und Nuklearmedizin.
Wir helfen zu heilen.

Logo Eckert & Ziegler

(Pressemitteilung vom 11. 07. 2017 Eckert und Ziegler AG)