Wir erwarten klare Antworten

Die öffentliche Mitgliederversammlung des Bucher Bürgervereins im Bucher Bürgerhaus fand eine gute Resonanz. Eins wurde sehr deutlich: Die fehlenden oder zum Teil falschen Informationen bremsen zurzeit die Entwicklung von Buch. Nicht nur die Bucher Einwohnerinnen und Einwohner fordern schnellstens klare und stichfeste Informationen, auch die privaten Investoren, die Gesundheitswirtschaft in Buch mit dem Campus Buch und die aktiven Vereine können kaum planen.
Der Vorstand des Bucher Bürgervereins hatte sich bereits im Vorfeld der Mitgliederversammlung entschieden, einen Brandbrief an den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Herrn Müller sowie an den Senator für Stadtentwicklung, Herrn Geisel zu senden. Dieser wurde auch sachlich und mit guten Vorschlägen diskutiert. Der Bürgerverein fordert eine sehr zügige Beantwortung, bzw. auf einem Bucher Bürgerforum werden die anstehenden Probleme erörtert und die vielen offenen Fragen beantwortet.
Der Bürgerverein steht hundertprozentig hinter der Forderung des Campus Buch, die Flächen der Brunnengalerie für eine Erweiterung des Campus freizuhalten.

Ein Schwerpunkt des Abends waren die Fragen rund um den öffentlichen Nahverkehr. In absehbarer Zeit werden Arbeiten an der S-Bahn-Strecke zwischen Blankenburg und Bernau durchgeführt, die einen Schienenersatzverkehr erfordern. Zum Teil gleichzeitig sollen Arbeiten an Straßen und Autobahnen im nordöstlichen Teil von Berlin durchgeführt werden. Die starken Beeinträchtigungen durch die Arbeiten an der Grundsanierung der Wiltbergstrasse für den Verkehr in Buch werden noch lange anhalten. Dank der Initiative des Eigentümers der Schlossparpassage, der Widerker Unternehmensgruppe konnte noch Schlimmeres verhindert werden. Doch auch diese Baustelle wird es einige Jahre geben. Die Verkehrslenkung Berlin wird hiermit dringend aufgefordert, eine Abstimmung aller am Bau beteiligten Akteure durchzuführen. Es sollte aber auch für den Nordosten ein ganzheitliches Verkehrskonzept entwickelt werden. Hierbei muss es auch darum gehen, die Lärmbelästigungen entlang der Eisenbahnstrecke auf ein Mindestmass zu reduzieren, so wie es die Bürgerinitiative Berlin Nordost / Gesund leben an der Schiene e.V. fordert.

Über ein Bildungszentrum in Buch wird schon seit vielen Monaten diskutiert, auch im Bürgerforum zur Aktualisierung des ISEK (Integriertes Stadtentwicklungskonzept). Es ging dabei u.a. darum, ob das Bildungszentrum im Ludwig-Hoffmann-Quartier oder in den Schlossparkpassagen (Neubau am Standort „1000 kleine Dinge“) errichtet werden soll. Im Abschlussbericht ISEK 2015, das den Abgeordneten der BVV Pankow im Dezember 2015 vorgelegt wurde, heißt es: „Das Bezirksamt favorisiert den Standort nördliche Brunnengalerie.“ Wie kann es sein, das der Eigentümer der Schlossparkpassagen das aus dem Internet erfährt? Und sollte die Brunnengalerie nicht für die Erweiterung des Campus freigehalten werden.

Mit Spannung erwarten die Bucher Einwohnerinnen und Einwohner die Entscheidung des Berliner Senats, welche Standorte in Buch für die Modularen Unterkünfte für Flüchtlinge (Mufs) genommen werden.

Fluechtlingsunterkuenfte(Foto: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung)

Bei dem Thema Unterbringung und Integration von Flüchtlingen wird sehr deutlich, dass zu wenige oder verschiedene Informationen gerade im Jahr der Wahl zum Abgeordnetenhaus für manche Parteien zum Vorteil werden. Die Errichtung der Modularen Unterkünfte (bis zu 450 Flüchtlinge je Standort) darf auf keinen Fall dazu führen, dass es in den nächsten Jahren keinen Wohnungsneubau in Buch geben wird. Die Bevölkerungszahl in Buch fängt langsam wieder an zu steigen.

Der Bucher Bürgerverein fordert, dass Entscheidungen mit den Bürgern, der Wirtschaft und den Vereinen zusammen getroffen werden. Bei den nächsten Bürgerforen werden Antworten auf diese Fragen gefordert.

Auf unserer Internetseite versuchen wir, Sie schnell und umfassend zu informieren. Sie sind aufgefordert, sich mit einzubringen und diskutieren Sie mit anderen Buchern Bürgerinnen und Bürgern zum Wohle einer guten Zukunft für Berlin-Buch.

Posted on 22. Januar 2016, in aktuelles vom Verein, Stadtumbau. Bookmark the permalink. Leave a Comment.

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