Wohnungsneubau in Buch

Rund 150 Bucher Einwohnerinnen und Einwohner fanden am 9. März den Weg in die Feste Scheune auf dem Stadtgut Buch zum ersten Bucher Bürgerforum dieses Jahres. Thema waren die Planungen und Investitionen für Buch in den kommenden Jahren. Zu Gast war Jens-Holger Kirchner, Pankows Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung. An seinen Ausführungen merkte man, dass er sich in Buch sehr gut auskennt und ihm die weitere Entwicklung von Buch am Herzen liegt.

Einen großen Raum nahmen die vorgesehenen Maßnahmen der nächsten Jahre für die verkehrliche Infrastruktur in Anspruch. Die Bucher Bürger hoffen, dass sich alle Beteiligten gut abstimmen. Wenn die Arbeiten an der Wiltbergstraße bis zur Kreuzung Karower Chaussee/Lindenberger Weg abgeschlossen sind, wird die Strecke Wiltbergstrasse bis zur Hobrechtsfelder Chaussee instand gesetzt und danach die Hobrechtsfelder Chaussee bis zur Autobahn. Umfangreiche Arbeiten wird es an der B 109 vorgesehene Maßnahmen, der B 2 im Bereich Malchow vorgesehene Maßnahmen und der A 114 geben. Nähere Informationen dazu gibt es auf einer Informations-veranstaltung des Senats am 17. März um 18:00 Uhr im MDC.C. Aber auch die S-Bahn ist von Bauarbeiten betroffen, so dass es öfters SEV geben muss.

Neue Informationen gab Herr Kirchner zum Ludwig-Hoffmann-Quartier (ehem. ÖB I, Wiltbergstrasse). Hier werden am Pöllnitzweg Wohnungen neu gebaut und Herr Dahlke nimmt die umfangreiche Sanierung des Kulturhauses in Angriff.

Da Pankow der am stärksten wachsende Stadtbezirk von Berlin ist, wird es auch in Buch Wohnungsneubau geben. Ein neues Wohngebiet soll zwischen der Strasse Am Sandhaus und der Hobrechtsfelder Chaussee entstehen. Dazu werden die ehemaligen Regierungskrankenhäuser abgerissen. Bis zum Sommer 2016 wird es für dieses Areal mit einem Potenzial von 800 bis 1000 Wohnungen eine Machbarkeitsstudie geben. Als zweiter Standort ist langfristig Buch IV vorgesehen, zwischen Ernst-Busch-Strasse, Panke und Wolfgang-Heinz-Strasse. Auch hier geht das Bezirksamt von einem Potential von ca. 1000 Wohnungen aus. In der Diskussion forderten die Bucherinnen und Bucher, dass in den Neubaugebieten von vornherein auf eine gute soziale Mischung der Mieter geachtet wird. Das ehemals geplante Buch V wird nicht gebaut, ebenfalls wird die Bucher Brunnengalerie nicht mit Wohnungen bebaut. Die Moorlinse an der S-Bahn mit seiner zahlreichen Tierwelt soll so gut wie möglich geschützt werden, vielleicht sogar als NSG.

Mit den Fördermitteln aus dem Stadtumbau Ost werden in den nächsten Jahren mit einem zweistelligen Millionenbetrag die wichtigsten Vorhaben aus dem ISEK umgesetzt. Das Bucher Bildungszentrum soll auf dem nördlichen Teil der Brunnengalerie entlang der Wiltbergstrasse gebaut werden. Geplant ist eine gemeinsame Einrichtung für Bibliothek, Musikschule, VHS und ein Veranstaltungssaal. Es soll ein Bindeglied für das Bucher Zentrum werden, das in den nächsten Jahren noch attraktiver gestaltet wird. Die Fördermittel werden auch für die weitere Instandsetzung der Rad- und Gehwege in Buch eingesetzt.

Die rege Diskussion zeigte auch, wie die Bucherinnen und Bucher an ihrem Schlosspark hängen. Im Jahre 2019 wird er 350 Jahre alt. Zurzeit wird ein neues Parkpflegewerk für den Schlosspark erarbeitet. Hier gibt es noch einen großen Abstimmungsbedarf der betroffenen Ressorts.

Am 27. April um 18:00 Uhr findet das nächste Bucher Bürgerforum statt, diesmal zum Wiederaufbau des Turmes der Schlosskirche und zur Aufwertung von Alt-Buch. Der Bucher Bürgerverein, der „Bucher Bote“ und der Verein zum denkmalgerechten Wiederaufbau des Turmes der Bucher Schlosskirche freuen sich darauf, Sie in der Festen Scheune auf dem Stadtgut Buch begrüßen zu können.

 

Einen Audio-Mitschnitt der Veranstaltung  zum nachhören findet ihr bei karow-live.de

Posted on 10. März 2016, in aktuelles vom Verein, Stadtumbau. Bookmark the permalink. Leave a Comment.

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